Hallenordnung  

 

  1. Geltungsbereich der Hallenordnung: Die Hallenordnung gilt für den Innenbereich der Kletterhalle Marswiese. Für das restliche Sportzentrum Marswiese gilt die Haus- und Sportplatzordnung.  
  2. Vor der erstmaligen Nutzung der Kletterhalle ist ein Anmeldeformular auszufüllen. Mit diesem werden die erforderlichen seil- und sicherungstechnischen Fertigkeiten und die daraus resultierenden allfälligen Nutzungseinschränkungen, das Einhalten der Hallenordnung und die Zustimmung zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie der Haftungsausschluss für Wertsachen durch die Unterschrift bestätigt 
  3. Die Nutzung der Kletterhalle ist erst nach Erwerb einer Eintrittskarte zulässig. Diese ist personalisiert und nicht übertragbar. Missachtung kann zum Verweis aus der Kletterhalle führen. 
  4. In der Kletterhalle besteht absolutes RauchverbotDie Nutzung der Kletterhalle unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen ist untersagtPersonen die augenscheinlich durch Ihren Zustand oder ihr Verhalten sich oder andere gefährden können, werden von der Benutzung der Anlage ausgeschlossen. 
  5. Zur Aufbewahrung von Kleidung und Wertgegenständen stehen Garderoben und Schließfächer zur Verfügung. Für abhanden gekommene Wertsachen, Kleidung oder Ausrüstung wird keine Haftung übernommen. Bekleidung, Rucksäcke etc. die in die Kletterhalle mitgenommen, aber nicht unmittelbar zum Klettern gebraucht werden, sind in den dafür vorgesehenen Regalen zu verstauen. Der Sicherungsbereich bei den Seilkletterwänden muss frei von herumliegenden Gegenständen sein. Auf die Fallschutzmatten dürfen ebenso keine Gegenstände gelegt werden. Der Sturzraum unter den Boulderwänden und im Trainingsbereich muss frei bleiben.    
  6. Jedwede Form von Diebstahl wird ohne Ausnahme zur Anzeige gebracht. 
  7. Die Mitnahme von Tieren in die Kletterhalle ist untersagt. Ausgenommen sind lediglich Blinden- oder Partnerhunde für Menschen mit Beeinträchtigungen. 
  8. Aus hygienischen Gründen darf nur mit geeignetem Schuhwerk (keine Straßenschuhe, nicht barfuß oder in Socken) und mit Oberbekleidung geklettert werden.  
  9. Ein Verdrehen oder Brechen von Griffen kann auch bei großer Sorgfalt seitens der Routensetzer nicht ausgeschlossen werden. Mit einem Sturz ist daher jederzeit zu rechnen. Jegliche Schäden oder Mängel an den Einrichtungen der Kletterhalle (z.B. lockere Griffe) sind umgehend dem Hallenpersonal zu melden. 
  10. Schmuck, sowie schwere, spitze, scharfe oder lose Gegenstände dürfen zum Klettern nicht mitgenommen werden. 
  11. Die Mitnahme von Gläsern, Glasflaschen o.Ä. in die Kletterhalle ist aus Sicherheitsgründen untersagt 
  12. Eigenmächtige Veränderungen oder Manipulationen jeglicher Art an den Einrichtungen der Kletterhalle sind verboten. Das Markieren von Griffen mit Tape, Chalk o.Ä. ist untersagt. 
  13. Außerhalb des Kursbetriebs findet keine Beaufsichtigung durch den Anlagenbetreiber statt. Das Handeln in der Kletterhalle erfolgt eigenverantwortlich.  
  14. Klettern in der Schwangerschaft sowie bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparatesdes Nervensystems und/oder des Herz-Kreislauf-Systems bergen gesundheitliche Risiken. Eine ärztliche Abklärung vor der Sportausübung wird daher empfohlen. Die Nutzung der Kletterhalle für Menschen mit schwerer körperlicher oder geistiger Behinderung ist im Rahmen von Kursen, Therapien oder in Begleitung qualifizierten Betreuungspersonen möglich. 
  15. Im Seilbereich darf nur geklettert werdenwenn der Umgang mit der Ausrüstung, sowie die erforderliche Seil- und Sicherungstechnik beherrscht werden, oder eine entsprechend qualifizierte Begleitperson die Verantwortung für eine sichere und fortlaufende Betreuung übernimmt, oder die Nutzung im Rahmen eines Kletterkurses erfolgtAndernfalls ist das Klettern auf den Boulderbereich beschränkt. 
  16. Ausgenommen in Bereichen des Kletterns ohne Seil (Bouldernautomatische Sicherungsgeräte) darf nur geklettert werden, wenn jeder Kletternde von einer Sicherungsperson mit einem Seil gesichert wird. Sicherungspersonen müssen für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausreichend unterwiesen sein und über die erforderliche körperliche und geistige Eignung verfügen. Jede Form des Solokletterns (Steigklemme, modifiziertes GriGri o.ä.) ist untersagt. 
  17. Vor Beginn des Seilkletterns ist ein Teamcheck und vor jedem Start in eine Route ein Partnercheck durchzuführen. Der Teamcheck beinhaltet die Klärung des Gewichtsunterschieds und ggf. das Setzen geeigneter Maßnahmen, die Berücksichtigung der Sicherungskompetenz und Tagesform, die Vereinbarung der Kommunikationsregeln und die Prüfung des Klettermaterials. Beim Partnercheck erfolgt die gegenseitige Kontrolle mit Augen und Händen von Anseilknoten und Anseilpunkt, Sicherungskarabiner und Sicherungsgerät (Blockiertest), Gurt und Gurtverschlüsse und die Kontrolle des Knotens am Seilende. Die Sicherungsperson hat sich insbesondere zu vergewissern, dass der Gurt korrekt angelegt ist und eine optimale Passform aufweist, sodass die Gefahren, welche z.B. durch einen losen Gurt entstehen können, ausgeschlossen sind. 
  18. Pro Kletterroute / Sicherungslinie darf jeweils nur eine Person gleichzeitig klettern. Die Sturzräume sind auch in den angrenzenden Sicherungslinien freizuhalten und Gefahrenzone für Kollisionen großzügig einschätzen (Pendelstürze berücksichtigen).  
  19. Es dürfen sich keine Personen (mit Ausnahme der zur Sicherung der kletternden Personen) unterhalb der in Verwendung befindlichen Kletterroute aufhalten. 
  20. Kinder (unter 14 Jahre) dürfen die Kletterhalle nur in Begleitung einer erwachsenen Aufsichtsperson benützen. Diese sind für die Kinder verantwortlich, aufsichtspflichtig und haftbar. Schnelle und raumfordernde Spiele (z.B. Ballspiele, Fangen spielen etc.) sind in der gesamten Kletterhalle nicht gestattet. Aus Sicherheitsgründen ist Kindern der Zutritt zum Trainingsbereich nicht gestattet. Unsachgemäße Nutzung der Trainingsgeräte (z.B. Schaukeln o.Ä.) ist in jedem Fall untersagt. Aufsichtspflichtige Personen haben zu gewährleisten, dass der Kletterbetrieb durch Kinder nicht gestört wird. Spielsachen dürfen nur im gekennzeichneten Kinderbereich benützt werden. Keinesfalls dürfen Spielsachen in die Boulderbereiche oder die Sturz- und Sicherungsräume der Seilkletterbereiche gebracht werden. Als Sicherungsperson müssen Kinder (Mindestalter im freien Betrieb 6 Jahre) fortlaufend durch eine sicherungstechnisch versierte, in unmittelbarer Nähe befindliche, erwachsene Person beaufsichtigt werden.  
  21. Jugendliche (zwischen dem 14. und dem vollendeten 18. Lebensjahr) ist eine eigenständige Nutzung der Kletterhalle erlaubt, sofern die notwendige körperliche und geistige Reife gegeben ist, die erforderlichen sicherungstechnischen Fertigkeiten beherrscht werden und die Einverständniserklärung durch eine erziehungsberechtigte Person vorliegt. Die Unterschrift muss Vorort geleistet werden.  
  22. Das Mindestalter für selbstständige Sicherungspersonen liegt bei 14. Jahren (Voraussetzungen siehe Pkt. 21), sonst bei 18. Jahren.  
  23. Sämtliche verwendete Ausrüstung muss in einwandfreiem Zustand sein und mit mit einem UIAA-, EN- und/oder CE Gütesiegel gekennzeichnet sein. Das ausschließliche Klettern mit Brustgurt ist verboten. 
  24. Die automatischen Sicherungsgeräte (REDROCK Autobelaysind für Kletternde mit einem Gewicht zwischen 10 und 150 kg zugelassenKontrollieren Sie die Funktion des automatischen Sicherungsgeräts (AS), indem Sie einen kurzen Abschnitt des Gurtbands herausziehen und es danach wieder zurückziehen lassen. Sollte sich das Gurtband des Selbstsicherungsgeräts nicht zurückziehen, sehen Sie von einem Einhängen am AS ab und kontaktieren Sie das Hallenpersonal. Kontrollieren Sie, ob der Klettergurt richtig angelegt ist und gut sitzt. Kontrollieren Sie, ob der Karabiner des Gurtbands des AS mit der dafür vorgesehenen Schlaufe am Klettergurt verbunden und der Verschluss ordnungsgemäß geschlossen ist. Die Routen müssen so gewählt werden, dass der Bandeinlauf möglichst gerade ist. Klettern Sie niemals entlang oder über dem AS. Beginnen Sie den Abstieg niemals über dem AS. Vergewissern Sie sich vor dem Abstieg, dass sich auf dem Abstiegsweg und dem Landebereich keine Menschen oder Hindernisse befinden. Beginnen Sie den Abstieg immer mit den Füßen zuerst und setzen Sie diese ein, um Hindernisse abzuwehren und sich auf die Landung vorzubereiten.  
  25. Externe Kurse dürfen nur nach Anmeldung und vorheriger Genehmigung durch den Hallenbetreiber abgehalten werden.  
  26. Die durch den Hallenbetreiber angebrachten Hinweis- oder Warnschilder müssen beachtet und befolgt werden. 
  27. Den Anordnungen des Hallenpersonals ist unbedingt Folge zu leisten. Wenn es seitens des Hallenpersonals Bedenken bezüglich der nötigen Sicherungstechnik gibt, kann eine Einschränkung aufs Toprope-Klettern bzw. Bouldern ausgesprochen werden. Missachtung der Anordnungen oder Verstöße gegen die Hallenordnung können zum Ausschluss von der Hallennutzung führen. Der Eintrittspreis verfällt in diesem Fall.