Hallenordnung

Geltungsbereich der Hallenordnung: Die Hallenordnung gilt für den Innenbereich der Kletterhalle Marswiese. Für das restliche Sportzentrum Marswiese gilt die Haus- und Sportplatzordnung.   

Vor der erstmaligen Nutzung der Kletterhalle ist ein Anmeldeformular auszufüllen. Mit diesem werden die erforderlichen seil- und sicherungstechnischen Fertigkeiten und die daraus resultierenden allfälligen Nutzungseinschränkungen, das Einhalten der Hallenordnung und die Zustimmung zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie der Haftungsausschluss für Wertsachen durch die Unterschrift bestätigt.  

Im Seilbereich darf nur geklettert werden, wenn die Punkte A bis D korrekt beherrscht werden, die Nutzung im Rahmen eines Kletterkurses erfolgt, oder eine begleitende Person die Verantwortung für eine sichere, fortlaufende und korrekte Betreuung übernehmen kann. Andernfalls ist das Klettern auf den Boulderbereich beschränkt. 

  1. Den Sportklettergurt anziehen. 
  2. Das Kletterseil mittels Anseilknoten (Achterknoten oder doppelter Bulinknoten) in den Sportklettergurt einbinden. 
  3. Das verwendete Sicherungsgerät handhaben und damit körperdynamisch sichern. 
  4. Zwei Karabiner gegengleich in den Arbeitsring des Sportklettergurts einhängen und korrekt schließen. 

Außerhalb des Kursbetriebs findet keine Beaufsichtigung durch den Anlagenbetreiber statt. 

Sämtliche verwendete Ausrüstung muss in einwandfreiem Zustand sein und mit mit einem UIAA-, EN- und/oder CE Gütesiegel gekennzeichnet sein. Das Klettern nur mit Brustgurt ist verboten. 

Die Nutzung der Kletterhalle ist erst nach Erwerb einer Eintrittskarte zulässig. Diese ist personalisiert und nicht übertragbar. Missachtung kann zum Verweis aus der Kletterhalle führen.  

Zur Aufbewahrung von Kleidung und Wertgegenständen stehen Garderoben und Schließfächer zur Verfügung. Für abhanden gekommene Wertsachen, Kleidung oder Ausrüstung wird keine Haftung übernommen.  

Bekleidung, Rucksäcke etc. die in die Kletterhalle mitgenommen, aber nicht unmittelbar zum Klettern gebraucht werden, sind in den dafür vorgesehenen Regalen zu verstauen. Der Sicherungsbereich bei den Seilkletterwänden muss frei von herumliegenden Gegenständen sein. Auf die Fallschutzmatten dürfen ebenso keine Gegenstände gelegt werden. Der Sturzraum unter den Boulderwänden und im Trainingsbereich muss frei bleiben.    

Jedwede Form von Diebstahl wird ohne Ausnahme zur Anzeige gebracht. 

In der Kletterhalle besteht absolutes RauchverbotDie Nutzung der Kletterhalle unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen ist untersagt 

Die Mitnahme von Tieren in die Kletterhalle ist untersagt. Ausgenommen sind lediglich Blinden- oder Partnerhunde für Menschen mit Beeinträchtigungen.  

Eigenmächtige Veränderungen oder Manipulationen jeglicher Art an den Einrichtungen der Kletterhalle sind verboten. Das Markieren von Griffen mit Tape, Chalk o.Ä. ist untersagt. 

Aus hygienischen Gründen ist das Klettern und Bouldern in Straßenschuhen oder barfuß sowie ohne Oberbekleidung nicht gestattet.  

Ein Verdrehen oder Brechen von Griffen kann auch bei großer Sorgfalt seitens der Routensetzer nicht ausgeschlossen werden. Mit einem Sturz ist daher jederzeit zu rechnen. Jegliche Schäden oder Mängel an den Einrichtungen der Kletterhalle (z.B. lockere Griffe) sind umgehend dem Hallenpersonal zu melden. 

Schmuck, sowie schwere, spitze, scharfe oder lose Gegenstände dürfen zum Klettern nicht mitgenommen werden. 

Das Klettern ohne Seilsicherung ist ausschließlich in den durch Fallschutzmatten gesicherten Boulderbereichen und an den Sicherungsautomaten erlaubt. 

Das Seilklettern ist nur mit Sicherungspartner erlaubt. Jede Form des Solokletterns (Steigklemme, modifiziertes GriGri o.ä.) ist untersagt. 

Die Mitnahme von Gläsern, Glasflaschen o.Ä. in die Kletterhalle ist aus Sicherheitsgründen untersagt.  

Externe Kurse dürfen nur nach Anmeldung und vorheriger Genehmigung durch den Hallenbetreiber abgehalten werden. 

Vom Hallenbetreiber angebrachte Hinweis- oder Warnschilder müssen beachtet und befolgt werden. 

Die Selbstsicherungsgeräte sind für Kletternde mit einem Gewicht zwischen 10 und 150 kg geeignet. Kontrollieren Sie die Funktion des Selbstsicherungsgeräts, indem Sie einen kurzen Abschnitt des Gurtbands herausziehen und es danach wieder zurückziehen lassen. Sollte sich das Gurtband des Selbstsicherungsgeräts nicht zurückziehen, sehen Sie von einem Einhängen am Selbstsicherungsgerät ab und kontaktieren Sie das Hallenpersonal. Kontrollieren Sie, ob der Klettergurt richtig angelegt ist und gut sitzt. Kontrollieren Sie, ob der Karabiner des Gurtbands des Selbstsicherungsgeräts mit der dafür vorgesehenen Schlaufe am Klettergurt verbunden und der Verschluss ordnungsgemäß geschlossen ist. Die Routen müssen so gewählt werden, dass der Bandeinlauf möglichst gerade ist. Klettern Sie niemals entlang oder über dem Selbstsicherungsgerät. Beginnen Sie den Abstieg niemals über dem Selbstsicherungsgerät. Vergewissern Sie sich vor dem Abstieg, dass sich auf dem Abstiegsweg und dem Landebereich keine Menschen oder Hindernisse befinden. Beginnen Sie den Abstieg immer mit den Füßen zuerst und setzen Sie diese ein, um Hindernisse abzuwehren und sich auf die Landung vorzubereiten.  

Den Anordnungen des Hallenpersonals ist unbedingt Folge zu leisten. Wenn es seitens des Hallenpersonals Bedenken bezüglich der nötigen Sicherungstechnik gibt, kann eine Einschränkung aufs Toprope-Klettern bzw. Bouldern ausgesprochen werden. Missachtung der Anordnungen oder Verstöße gegen die Hallenordnung können zum Ausschluss von der Hallennutzung führen. Der Eintrittspreis verfällt in diesem Fall.  

Kinder und Jugendliche

Kinder unter 14 Jahren dürfen die Kletterhalle nur in Begleitung einer erwachsenen Aufsichtsperson nutzen. Ab dem 15. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ist eine eigenständige Nutzung erlaubt, sofern die Einverständniserklärung durch eine erziehungsberechtigte Person vorliegt. Die Unterschrift muss Vorort geleistet werden. 

Eltern, Erziehungsberechtigte und erwachsene Begleitpersonen sind für Kinder verantwortlich, aufsichtspflichtig und haftbar. 

Die Aufsichtspflicht gilt jederzeit während des Besuches der Kletterhalle, insbesondere auch wenn die Kinder sich in den Boulderbereichen aufhalten.  

 Aufsichtspflichtige Personen haben zu gewährleisten, dass der Kletterbetrieb durch Kinder nicht gestört wird. 

Spielsachen dürfen nur im gekennzeichneten Kinderbereich benützt werden. Keinesfalls dürfen Spielsachen in die Boulderbereiche oder die Sturz- und Sicherungsräume der Seilkletterbereiche gebracht werden. 

Schnelle und raumfordernde Spiele (z.B. Ballspiele, Fangen spielen etc.) sind in der gesamten Kletterhalle nicht gestattet.  

Aus Sicherheitsgründen ist Kindern der Zutritt zum Trainingsbereich nicht gestattet. Unsachgemäße Nutzung der Trainingsgeräte (z.B. Schaukeln o.Ä.) ist in jedem Fall untersagt. 

Sicherheitshinweise und Alpenverein Kletterregeln 

Klettern birgt Risiken! Bei unzureichender Beherrschung der Sicherungstechnik besteht die Gefahr ernsthafter Verletzungen. 

Lass Dich ausbilden! In Kletterkursen und durch qualifizierte Ausbilder*innen erwirbst Du alle notwendigen Fertigkeiten. 

Respektiere andere Kletternde. Weise sie gegebenenfalls auf Fehler und Gefahren hin. 

Partnercheck vor jedem Start! 

Kontrolliert gegenseitig: Gurtverschlüsse, Anseilknoten, Anseilpunkt, Karabinerverschluss, Sicherungsgerät und ob das Seilende abgeknotet ist. 

Durch einen Knoten im Seilende verhinderst du, dass du beim Ablassen das Seilende übersiehst. Mach diesen Knoten immer, egal 

wo du kletterst. Verwende ein Einfachseil mit ausreichender Länge. Erkundige dich beim Hallenpersonal über die Mindestkletterseillänge! 

Volle Aufmerksamkeit beim Sichern! 

Sichern ist Präzisionsarbeit! Die gesamte Aufmerksamkeit gehört den Kletternden und der Partnersicherung. Kein Schlappseil! Richtigen Standort wählen. 

Beim Bouldern, Seilklettern und Sichern sind Kopfhörer nicht erlaubt. Während des Sicherns haben Handy, MP3-Player etc. Pause. 

Beim Klettern im Vorstieg besteht bis zur fünften Zwischensicherung eine erhöhte Bodensturzgefahr. Der Sichernde muss daher, 

  • nahe an der Wand und zur kletternden Person seitlich versetzt stehen. 
  • nur so viel Seil ausgeben wie nötig. Schlappseil (Seil unterhalb der Gerätelinie) ist zu jederzeit zu vermeiden. 
  • Die kletternde Person darf die Zwischensicherung nicht überstreckt einhängen. Das Einhängen soll aus einer stabilen Position mit der Zwischensicherung auf Höhe des Oberkörpers erfolgen. 

Kein Sichern im Liegen oder Sitzen.  

Vorsicht bei großen Gewichtsunterschieden zwischen dir und deinen Kletterpartnern. 

Sicherungsgerät richtig bedienen! 

Mache dich mit deinem Sicherungsgerät vertraut und beachte das „Bremshandprinzip“: eine Hand umschließt immer das Bremsseil. 

Klare Kommunikation! 

Kommunikationsregeln vor Kletterbeginn vereinbaren. Informiere deine Partner bevor du dich ins Seil hängst. 

Alle Zwischensicherungen richtig einhängen! 

Alle Zwischensicherungen aus möglichst stabiler Position – nicht überstreckt – einhängen. Auf den richtigen Seilverlauf achten. 

Es müssen alle Zwischensicherungen in der richtigen Reihenfolge eingehängt werden. 

Kein Toprope an einzelnem Karabiner! 

Die Topropeverankerung muss aus zwei unabhängigen Sicherungspunkten bestehen. Das Seil muss in mindestens zwei Karabinern eingehängt sein. 

Sturzraum freihalten! 

Am Boden und an der Wand auf freien Sturzraum achten. Nicht übereinander klettern! Achtung bei Pendelstürzen. 

Quere keine Sicherungslinien. Wenn in einer benachbarten Sicherungslinie bereits geklettert wird, musst DU abschätzen ob durch die Routenverläufe eine mögliche Kollisionsgefahr (Sturzraum) besteht. Starte erst dann, wenn die eigene Route gefahrlos geklettert werden kann. 

Vorsicht beim Abseilen und Ablassen! 

Nie Seil auf Seil – Ablassen nur über Umlenkungen aus Metall. Partner langsam und gleichmäßig ablassen. 

Beim Abseilen die Seilenden verknoten und eine Absturzsicherung (Kurzprusik) verwenden. 

Es dürfen niemals zwei Seile in denselben Karabiner bzw. Umlenkpunkt gehängt werden. Es besteht die Gefahr einer Schmelzverbrennung des ruhenden Seils. 

Schütze Kopf und Körper! 

Aufwärmen vor dem Klettern schützt deine Gelenke, Sehnen und Muskeln. 

Sicher bouldern! 

Achte auf einen sicheren Absprungbereich.  

Die Sturzzone unterhalb von kletternden Personen ist zu meiden. Spielen und Herumlaufen ist verboten. Es dürfen keine Gegenstände (Bürsten, Flaschen etc.) auf die Matten gelegt werden. Das Abspringen und Landen aus verschiedenen Höhen muss geübt werden. Die Härte der Matte kann in verschiedenen Zonen variieren. Aus Gründen der Staubentwicklung beim Bouldern keine Chalkbags umhängen.